300 SLR Uhlenhaut Coupé, 1955

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Mercedes Benz 300 SLR – Das “UHLENHAUT COUPÉ” von 1955

Das teuerste Auto der Welt – ich habe den Supersportwagen 1989 für meinen Mercedes-SL-Kalender aus dem Museum geholt
 

Berühmt geworden ist das „teuerste Auto der Welt“ eigentlich dadurch, dass es 1955 nicht wie vorgesehen zur Formel 1 gestartet ist – sondern dass Mercedes-Ingenieur Rudolf Uhlenhaut es als Dienstwagen benutzt hat. 

Es gibt die Geschichte, dass Uhlenhaut mal wieder Rücksprache hatte beim Vorstand in Stuttgart, und dass um zwölf Uhr einer der Vorstände aufsteht und sagt: „Herr Uhlenhaut, Sie haben doch heute einen Termin um 14 Uhr in München, bei der MTU – wollen Sie da zu spät kommen und uns blamieren?“

Und Uhlenhaut sagt, wohlgemerkt zwei Stunden vor dem Termin: „Der ist ja erst um Zwei – da reicht es ja, wenn ich um halb Eins losfahre.“

Er hat sich als Zielmarke 90 Minuten gesetzt, von Stuttgart-Untertürckheim bis München Innenstadt.

Das Auto lief 300 km/h – es war damals der schnellste für den Straßenverkehr zugelassene Wagen weltweit. 

Und die 300 fuhr Uhlenhaut. Gern auch mal mit seinem kleinen Sohn auf dem Beifahrersitz. Aus heutiger Sicht ist das alles gar nicht mehr vorstellbar.

„Der Uhlenhaut ist halt früher Vollgas gefahren, und das hat die Autos berühmt gemacht.“

Der 300 SLR hatte 300 PS und sollte 1955 bei der Formel 1 zum Einsatz kommen. 

Daraus wurde nichts, weil es kurz zuvor den schrecklichen Unfall beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gab. Es starben 84 Zuschauer damals, als ein Fahrer einen Wagen rammte und der Wagen in die Menge geschleudert wurde – bis heute ist das die schlimmste Katastrophe im Motorsport.

Vom „Uhlenhaut Coupé“ wurden nur zwei Stück gebaut. Das erste, das Original, wurde Uhlenhauts Dienstwagen. Das zweite wurde Monate später fertiggestellt und wurde auch nie so richtig gefahren.

Es ist das, was jetzt im Mai versteigert worden ist. Die „zweite Garnitur“. 

Ein privater Sammler hat es ersteigert, für 135 Millionen Euro.

Für mich hat der 300 SLR eine besondere Bedeutung. Ich habe 1989 den ersten Mercedes SL-Kalender veröffentlicht. Und mir war es ein inneres Bedürfnis, dass in dem Kalender die Gene des 300 SLR drin sind.

Für mich war es ein absolutes Muss, dass, wenn man den 300 SL als Serienwagen zeigt, man ihn mindestens fotografisch ableiten muss von seinem Vorbild, dem 300 SLR.

Deswegen habe ich ihn mir damals aus dem Museum ausgeliehen – obwohl er auch damals schon sehr teuer eingestuft war.

Die Versicherung, die ich für die eine Woche abschließen musste, hat mich 11.000 D-Mark gekostet. Das darf man gar nicht unterschätzen, wieviel Geld das damals war.

Aber wie cool, im Nachhinein, dass ich mir das erlaubt habe – denn diese Autos sind zum Versichern alle immer teurer geworden. Und von dem „Uhlenhaut-Coupé“ gibt es kaum Bildmaterial auf dem Markt, außer ein paar Schnellschüsse von Mercedes-Benz.

So richtig inszeniert hat den 300 SLR nie jemand, außer mir.

Limitierte Auflage  
99 Abzüge
Format 45 x 70cm 
Gerahmt mit Passepartout 
im Holzrahmen, schwarz lackiert
Format 60 x 80cm

899 Euro
(inklusive Mehrwertsteuer)

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